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	<title>Die DiVa &#187; Kopfkino</title>
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		<title>Rüdiger</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 11:38:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Asphalt surrt, die Stadt glüht. Mädchen fahren mit zu kurzen Röcken auf zu alten Fahrrädern, Autofahrer können sich nicht entscheiden, hinter den Mädchen fahren und sich der Illusion hingeben, dass man nur den Arm ausstrecken muss um ihnen an den Hintern zu fassen oder den Mädchen entgegenkommen  um einen Blick unter die zu kurzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Asphalt surrt, die Stadt glüht. Mädchen fahren mit zu kurzen Röcken auf zu alten Fahrrädern, Autofahrer können sich nicht entscheiden, hinter den Mädchen fahren und sich der Illusion hingeben, dass man nur den Arm ausstrecken muss um ihnen an den Hintern zu fassen oder den Mädchen entgegenkommen  um einen Blick unter die zu kurzen Röcke zu erhaschen. Wahrscheinlich ist beides tagrettend. Urbane Junge flüchten in das bisschen Stadtnatur, dass die Planer haben anlegen lassen, und rasten wegen eines Frosches im hohen Schilf aus. Alle 5 Meter raucht ein Gill am Fluss, schöne Körper werden möglichst ungewollt in Szene gesetzt. Zufällig will man aussehen.</p>
<p>Die Sonne versucht mich zu blenden, als ich die Augen öffne und direkt auf eine schwarze mich angrinsende Hundeschnauze schaue. Er hat die schwer bewachte Wurst vom Grill geklaut und sich einverleibt. Wachdienst war noch nie meine Stärke, ich bin eingeschlafen, wie der Sonnenbrand auf meiner Nase beweisst.  Mistvieh denke ich, aber zum Glück sind die von Bell so schlau und packen 2 Würste in eine Packung, ich muss also nicht mitten in der wilden Stadtnatur verhungern, hier wo mich doch eh niemand finden würde und mich Frösche und Ameisen innerhalb kürzester Zeit so zerfressen hätten dass ich nur noch anhand meiner Zähne identifizierbar bin. Völlig klare Sache, denke ich und starre den Hund, an der fast mein Todesurteil gebellt hätte.</p>
<p>Hübsch ist er, fährt es mir durch den Kopf,  so schön gezeichnet und treudoofe braune Augen hat er, ich werde ihn Rüdiger nennen und behalten. Schliesslich hat der Penner vorhin gesagt er sei ein Streuner, der sich an niemanden binden kann. Ich werd ihn an mich binden, mit Kalbsbratwurst wenn es sein muss. Ich gebe Rüdiger auch die zweite noch rohe Kalbbratwurst, er legt sich zufrieden ins Gras und ich kuschle mich auf seinen rundgemütlichen Bauch. Rüdiger und ich, der kalbsbratwurstfressende Streuner und die Wurstwachniete das wird ein Team! Der Wind dreht und vom Einweggrill nebenan weht der Geruch nach Steak zu uns rüber. Rüdiger springt auf und galoppiert dümmlich grinsend entgegen des Windes, mein Kopf landet im Gras. Ich springe auf, rufe ihm hinterher, locke ihn mit Brot und Tomaten, er dreht sich nichtmal um. Kalbsbratwurst habe ich keine mehr. Vielleicht habe ich ihm zu schnell gegeben was er wollte. Mit einer weiteren Wurst hätte ich noch etwas länger auf seinem Bauch liegen können.</p>
<p>Es ist dunkel. Die Stadt kühlt aus. Nachschwärmer beleben leise schüchtern die Gassen. Ich fahre mit meinem zu kurzen Rock auf meinem zu alten Fahrrad. Der Wind weht mir um die Nase. Ich biege links ab in meine Strasse. Der Metzger an der Ecke verkauft Kalbsbratwürste.</p>
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		<title>Von Eseln, Iren und wirklich wirklich kalten Nächten</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 18:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Lotte]]></category>
		<category><![CDATA[Madame Anique]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenladen]]></category>

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		<description><![CDATA[*DiVa, DiVa, DiVa&#8230; aber jetzt hör doch mal! Bitte! DIVA!! Menno!* Die DiVa sitzt hinter ihrem Prilblumen Counter mit riesen Kopfhörern und hört das neuste The Doors Album. Lotte sieht sie zwar vor der Theke auf und ab hüpfen, doch heute ist DiVa- Tag, sie mag garnicht zuhören. 
Madame Anique beobachtet die Szenerie amüsiert, nimmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>*DiVa, DiVa, DiVa&#8230; aber jetzt hör doch mal! Bitte! DIVA!! Menno!* Die DiVa sitzt hinter ihrem Prilblumen Counter mit riesen Kopfhörern und hört das neuste The Doors Album. Lotte sieht sie zwar vor der Theke auf und ab hüpfen, doch heute ist DiVa- Tag, sie mag garnicht zuhören. </p>
<p>Madame Anique beobachtet die Szenerie amüsiert, nimmt einen tiefen Zug Ihrer langen dünnen Mentolzigarette und richtet sich auf Ihrer Chaiselongue her: *Alors, Lotte ma petite, was ist denn die Probleme? Kann isch dir aide?*<br />
*Ich, ich.. also weisst du Madame, ich bin so aufgeregt, ich war im Märchen in Echt mal, gestern, nein vorgestern, ist ja auch egal, also weisst du, ich wollte doch gestern, quatsch vorgestern auch noch in den Plattenladen kommen, weil wir wollten ja Olpe von der *One-Hit Wonder aus den 80ern* Ecke zum *One-Hit Wonder aus den späten 60er* Regal verlegen, weil er immer so verstört geguckt hat wenn WHAM! oder AHA laufen. Ich finde WHAM ja eigentlich ganz toll, vorallem das Weihnachtslied, dass mit dem Schnee und so&#8230;*</p>
<p>*Lott cherie, dein Märschen, was ist das für eine Märschen?*</p>
<p>*Ah, jajaja, also ich wollte ja kommen um Olpe wegzuschieben, und dann bin ich in die falsche Bahn gestiegen, also eigentlich nicht in die falsche, aber in eine die ungefähr 300 Haltestellen vor dem Plattenladen angehalten hat und nicht mehr weiterfahren wollte. Und dann dann stand da einer, der guckte auch so verdutzt aus der Wäsche und es war ganz kalt und ich hatte kein Geld, wie Maria kam ich mir vor, weisst du die aus der Weihnachtsgeschichte, nur das ich nicht schwanger bin, und keinen Esel dabei hatte. Aber wo soll man um diese Zeit auch einen Esel herkriegen&#8230; Gibt es eigentlich Esel in Plattenladenland? Ich weiss garnicht müsste man mal einen Eselzüchter fragen&#8230;*</p>
<p>*Lott!! Die Märschen!* Madame Anique nimmt einen grossen Schluck aus Ihrem silbernen Flachmann.</p>
<p>*Ah ja, also dann sind wir gelaufen, der Verdutzte und ich, und ich habe gesagt ich laufe so lange mit ihm bis ein Esel vorbeikommt* Lotte krümmt sich einen Moment vor Lachen, bis sie Madame Aniques bösen Blick einfängt. *Ähm, ja also dann, dann haben wir geredet und geredet und geredet und geredet, und plötzlich waren wir schon mindestens 10 Kilometer gelaufen, und es war immer noch bitterkalt, aber wir sind weitergelaufen und haben geredet und geredet und geredet. Ach ich sag dir Madame es war so nett. Wir waren plötzlich an einem Park da konnte man die Lichter der ganzen Stadt funkeln sehen, und so ein weisser Schein lag über den Dächern weil es ja so kalt war. Dann sind wir in eine Bar gegangen, weil es war wirklich wirklich kalt, Madame!*<br />
*Isch abe compris, es war froid!*<br />
*Ja genau, und da haben wir dann Glühwein getrunken und Musik über Kopfhörer gehört, obwohl da richtig laut Musik lief, in der Bar. Und dann haben die zugemacht, wir wollten aber immer noch nicht nach hause, darum sind wir noch in einen Irischen Pub. Unglaublich Madame! Das sind ja komische Leute die Iren, darum heissen die wohl auch so, Iren.* Wieder lacht sich Lotte rot, hört augenblicklich auf, als sich Madame Anique anschickt ihre Chaiselongue zu verlassen.</p>
<p>*Jajaja, und dann haben die auch zugemacht in dem Irish Pub und wir haben weiter geredet, bis der Mann, bis der Ire ganz irr wurde und uns verjagt hat. Und dann, ja dann sind wir nach hause gegangen, es war ja schliesslich richtig kalt.*</p>
<p>*Mon Dieu, maintenant, es wird spannend! à la maison, was ist passiert da?*</p>
<p>*Naja was schon, Madame Anique, ich habe meinen Flanell Pyjama angezogen und bin ins Bett gegangen, ah und vorher habe ich mir noch eine Wärmflasche gemacht, was der Junge gemacht hat weiss ich nicht. Aber mal ehrlich, Madame, ist das nicht eine schöne romantische Geschichte? Wie im Märchen oder?*</p>
<p>*Pardonnement? Ihr abt nischt gemacht&#8230; also ihr abt nischt Schuschu?*</p>
<p>*NEIN! Naja, nein. Ach menno&#8230;nein*</p>
<p>Die DiVA, die natürlich die ganze Zeit zugehört hat unter Ihren Kopfhörern, stellt die Musik wieder an, lächelt und weiss: Lotte wird noch manches Mal kalt sein, bis sie Madame Aniques Schuschu versteht.</p>
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		<title>Weihnachtsstoff: Der Text zur Lesung &#8220;mit einem Hauch von Zimt&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 10:54:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DiVa auf Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Name ist Helen, ich bin 22 Jahre alt, Tochter einer Mutter die um mich weint, eines Vaters der mich vergessen hat und ich bin ein Junki. Wie ich hier her gekommen bin und wie ich hier wieder rauskomme weiss ich nicht, ist auch egal, Hauptsache dieser Schmerz geht endlich weg. Der in meinem Kopf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Name ist Helen, ich bin 22 Jahre alt, Tochter einer Mutter die um mich weint, eines Vaters der mich vergessen hat und ich bin ein Junki. Wie ich hier her gekommen bin und wie ich hier wieder rauskomme weiss ich nicht, ist auch egal, Hauptsache dieser Schmerz geht endlich weg. Der in meinem Kopf, in meinem Bauch, in meinem Herz.  Heute ist Weihnachten, da geht’s um Geld, Geld für Geschenke. Mir geht’s auch um Geld, Geld für Weihnachtsstoff. Sehn Sie, Wenigstens weiss ich warum ich hierhergekommen bin.</p>
<p>*Da grunzt er, warses ja eigentlich nicht wert! Wer weiss was man sich bei dir so holt. Auf den nächsten Schuss!*</p>
<p>Er  lacht höhnisch und schmeisst 50 Mark auf das schmuddelige Sofa, kneift mir zu fest in die linke Brust, kratzt sich an den Eiern und verlässt schnaubend den Raum.</p>
<p>Ich zittere, vor Kälte, Wut und Schmerzen. Ich bin auf turkey, kenn Sie das? Der zieht dir durch den ganzen Körper. Schmerzen im Magen, heiss und kalt ist dir dann und das Licht könnte nicht greller sein. Eigentlich war`s ja schon viel zu spät für den nächsten Freier, der letzte Schuss viel zu lange her. &#8220;Streng dich mal ein bisschen an, verdammt, das kann doch nicht so schwer sein jemanden zum ficken zu finden hier!&#8221; schrie Tim. &#8220;Verdammt Tim, es ist arschkalt und an Weihnachten sind alle bei ihren Familien, verfickte Christkindharmonie, da geht keiner raus um.. ja du weisst schon!* aber Tim hat so fürchterlich am ganzen Körper gezittert, was sollte ich denn machen. Er zog sich die durchlöcherte Jacke bis zu den Ohren und schubste mich in Richtung Strasse. &#8220;Nicht wenn du hier so dumm rum stehst! Beweg deinen Arsch an die Strasse, du machst das doch nicht zu ersten Mal, die Reichen haben genug von ihren dämlichen Familien, also ab aufn Rücken!*</p>
<p>Tim hat ja Recht,  ich mache das nicht zum ersten Mal. Ich mache das zum ich habe vergessen wievielten Mal, aber, es war seine Idee, damals. Ah, fangen wir vorne an. Ich habe Tim während des Studiums kennengelernt. Nicht das ich jemals Einserschülerin gewesen wäre, aber für die Uni hat es mit Nachhilfestunden und viel Gürtelhilfe von Vater gereicht. Dann halt Betriebswirtschaft hatte Vater befohlen. Dann halt Betriebswirtschaft. Tim war bei den Medizinern, gross, geheimnissvolle Smaragdaugen, sein süsses Lächeln riss mir den Boden unter den Füssen weg. Damals, auf dieser Party. Das war nun 3 Jahre her. Vater hatte seit dem nichts mehr befohlen, Tim schon. *Nur ein kleiner Stich, das macht nichts, danach fühlst du dich wie ein neuer Mensch.* Geradezu sanft hat er die Nadel angesetzt, Wärme, Geborgenheit, Glück, Schwindel, wie der Duft nach Zimt aus der Küche zu Weihnachten, so fühlte es sich an, das erste Mal. Dass es nie wiederkehren würde, hat Tim nicht gesagt, und da bin ich nun und jage ihm nach, dem Gefühl von Weihnachten mit fünf, kennen Sie das? Wenn man vor der Wohnzimmertür steht, den Duft von Kerzen riecht und das Rascheln von Geschenkpapier hört, man will das immer immer immer.</p>
<p>Am Anfang konnte ich meinen Eltern noch erzählen das ich wegen dem Druck an der Uni so dünn werde, aber Als aus dem Tresor 500 Mark und Grossmutters Erbstücke fehlten, rastete Vater das erste Mal, das erste von unendlichen vielen Malen. Ich weiss nicht wie viele geklaute Mark später schmiss er mich raus. Mutter stand weinend daneben. *Die kommt schon wieder, wirst sehen, Hilde, die hält das nicht aus alleine!*</p>
<p>Ein paar Monate lang brachte Mutter mir heimlich Geld. *Ja Mama, ich kaufe mir bestimmt was zu Essen davon, wirklich, wirklich!* log ich. Bis Vater dahinter kam und es verbot. Was hätte ich denn machen sollen? Betteln wollte Tim nicht. &#8220;Scheisse Helen, weisst du wie lange ich da an der Strasse stehe? Soviel verdienst du in 10 Minuten, mach doch einfach die Augen zu und denk an was schönes, ans Meer, du faselst doch immer davon dass du da irgendwo hinwillst, Milch aus Kokosnüssen trinken und so scheiss. Denk doch da dran!&#8221;<span id="more-489"></span></p>
<p>Der erste war ganz nett, einer der sonst keine kriegt. Eigentlich wollte er lieber reden und ein bisschen ficken. Ich wollte es schnell hinter mich bringen. Der nächste war alt, stank nach Bier und *liebt junge Fotzen, Baby!* Nach dem hab ich mir geschworen nie wieder affig anschaffen zu gehen. Schliesslich habe ich ein Semester Betriebswirtschaft studiert und strategisch denken kann ich, naja konnte ich.</p>
<p>Doch heute war alles anders, drei Stunden standen wir in der Kälte und kaum ein Auto kam vorbei und wenn dann saßen mindestens drei Menschen drin, einer davon klein und grinsend seine neuen Spielzeugautos oder ihre neue Barbie befummelnd, und dann doch, gerade der, dieses perverse Arschloch erwischte mich voll aufem Affen. Mit seinem Volvo kam er rangefahren, so einer mit Sonnenschutzkatzen für die Kinder in den hinteren Fenstern, verhandeln wollte er nicht *50 Mark, oder du kotzt die ganze Nacht, kommt eh keiner mehr heute, die dürfen an Weihnachten alle über Ihre Alten rüber! Steig ein, Kleine los!* Als ich mich umgedreht hab, um nach Tim zu sehen, nickte der nur wild. Was soll ich machen, ohne ihn wär ich allein. Und dich lieb ihn ja, glaub ich, also los.</p>
<p>Zwischen meinen Beinen brennt es. Scheisse das auch noch, Tripper oder was auch immer der mir angedreht hat. *10 Mark mehr wenn du`s ohne Gummi machst* hatte er gesagt und die Antwort nichtmal abgewartet.</p>
<p>&#8220;du glaubst du hast es schwer, du kleine Cracknutte, hast doch nur deinen nächsten Schuss im Kopf! Mich fickt mein Chef jeden Tag in den Arsch, weisst du wie sich das anfühlt? Ich werd`s dir schon noch zeigen. Und dann meine Frau! Alle drei Monate darf ich mal ran, und dann schön mit kuscheln und so. Kuscheln, dass ich nicht lache, liegt da wie ein Brett die Alte. Zieh dich aus, zeig mal was du zu bieten hast, kann man mit dir was anfangen?* Mechanisch hab ich mein T-Shirt ausgezogen, um das alles endlich hinter mich zu  bringen. &#8221; Ein bisschen wie die Möpse von meiner Tochter.“ Schnaubte der Fettsack.</p>
<p>Schwer und schwitzig lag er dann auf mir. Kein Anal und Oral kostet extra, konnte ich grad noch stammeln, Ihm war das egal, ich konnte mich garnicht wehren. Er hat mir einfach den Kopf in den Nacken gedrückt, mich auf den Bauch  geschmissen, ich meine ich habe das ja schon mal gemacht, aber nicht so ohne das ich mich wehren konnte, und das tat verdammt weh. &#8220;Jetzt zeig ich dir mal was echte Männer so drauf haben,“ stöhnt und schnaubte er, ich glaube der hat gar nicht bemerkt dass ich fast geheult habe vor Schmerzen, so hätte der auch eine Weihnachtsganz flachlegen können. „Sag das du das magst, los!“ Klatsch. Nein, ich werd jetzt nicht heulen, das will der doch nur. Nach einer Stunde war der Glatzkopf endlich fertig, ich dreckig. *Fröhliche Weihnachten, schöne Geschenke* hat er noch gelacht und sich die  Hose zugeknöpft.</p>
<p>Und da sitzt ich nun, ist mir kalt oder heiss? Hier gibts nichtmal ein Bad in dem ich mich waschen könnte. Ich finde einen verdreckten Lappen, mit dem ich mich wenigstens ein bisschen abwischen kann, kann ja so nicht auf die Strasse, früher habe ich immer gut gerochen, ich vermute heute ist das anders. Ich muss Tim finden, Tim muss das Geld kriegen und den Dealer anrufen. Lange halte ich das nicht mehr aus. Der Stoff des T- Shirts schmerzt auf meinen Brüsten und meine Jacke scheint 10 Kilo zu wiegen. Als ich aus das Motel in die kalte Nacht verlasse, tanzen Schneeflocken im Licht der Strassenlaterne. Ich muss an Mutter und Vater denken, wie sie jetzt am Esstisch sitzen und Bockwürste essen. Über ihre verkommene Tochter reden. Vater missmütig, Versagerin. Mutter voller Sorge, die arme Kleine. Eine Schneeflocke landet auf meiner Nase und da! Plötzlich! ich fühle was, ein kleines feuchtes Etwas, watteleicht, endlich, endlich wieder etwas fühlen! BAM, der Schmerz durchfährt mich und erinnert mich an die Mission. Tim finden, Raum finden, Augen zumachen, vergessen dass heute alle zusammensitzen und sich lieb haben. Es ist verdammt kalt, ich schliesse meine Jacke, und eile die Strasse hinab. Mitten in der Finanzmetropole scheint kein Mensch unterwegs zu sein. Doch, da, jemand kommt auf mich zu. Ich gucke zu Boden, versuche es wenigstens, aber der fixiert mich, das merke ich genau. Nicht noch einer, fährt es mir durch den Kopf, obwohl, das bringt Geld, Geld für was zu essen, ob ich noch mal durchhalte? Wann habe ich eigentlich das letzte Mal gegessen?</p>
<p>Der grosse junge Mann kommt schnell näher, er hat die Schultern bis zu den Ohren hochgezogen, läuft direkt auf mich zu. Ich bleibe stehen, kann mich nicht bewegen, schaue auf und blicke in das Meer, seine wunderschönen ozeanblauen Augen schauen mich traurig an, er riecht wunderbar, nach Familie, Essen und ein bisschen nach Bier.</p>
<p>„Du hast da was auf der Nase“ meint der Junge, und wischt mir liebevoll den Tropfen der eben noch ein herrliches watteweiches Gefühl war aus dem Gesicht. „Wer bist du?“ fragt er. Seine Hand streichelt über meine Wange, „woher kommst du? du siehst schön aus, schön und traurig“ „Du siehst auch schön aus schön und traurig.“  ist alles was ich schwach flüstern kann. „Komm du mit mir?“ lächelt er schwermütig, „lass uns alles vergessen und weglaufen, Weihnachten am Meer mit Milch aus Kokosnüssen anstatt dem verfickten Duft nach Zimt! Was sagst du?“</p>
<p><strong>JA, JA, JA</strong> will ich schreien, nimm mich mit, nimm mich in deine Arme, wärm mich, hau alle kaputt die mir wehtun. Bleib hier, bei mir. JA JA JA!*</p>
<p>Doch ich sage nichts, er wird weitergehen, einen Abend haben wie so Jungen ihn eben haben, vielleicht ein süsses, frisch gewaschenes sauberes Mädchen finden, mit glänzenden Haaren und niedlicher Hello Kitty Bettwäsche. Er wird mit ihr gehen und kuscheligen Blümchensex haben. Vielleicht vom Vater überrascht werden oder sich verlieben. Dann nach hause fahren, unter das Dach, dass sein Vater gebaut und  in das Bett, dass seine Mutter frisch bezogen hat. Aber ich will so gerne mit ihm weg gehen, ich will das frischgewaschene Mädchen sein in das man sich verliebt, das sich nur um ihre Haare kümmert und deren Vater sich Sorgen macht, mit wem sie so zusammen ist.  Ich hole Luft, setze an: &#8230;Du.. also weißt du ich.. wir&#8230; mehr kommt nicht aus mir raus. Mehr bin ich auch nicht, wahrscheinlich, ein paar Fetzen.</p>
<p>„Helen! Helen! Wie viel verdammt, hat er ordentlich gezahlt, der Fettsack?“ Tim reisst mich am Arm, „Komm schon, Heinz wartet im Park, mit Weihnachststoff! Beweg dich! Ich hab so einem alten Knacker auch noch einen runtergeholt, dafür kauf ich dir n paar Spekulatius. Los!“</p>
<p>Ich falle fast um als Tim mich wegzieht, ich versuche den Blick des Jungen noch mal zu erwischen, er schaut mir nach, mit traurigen Augen, blau wie das Meer, und plötzlich riecht alles nach Kokosnuss, alles ist rosa und sauber und schön. Aber Heinz, verdammt Heinz hat Weihnachtsstoff&#8230;</p>
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		<title>Dr. G. Gelb (2)</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 16:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dr. G. Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>

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		<description><![CDATA[Assistenzärztin Gabriela Gelb wie sie damals noch hiess, war 26, gross, etwas burschikos, aber dennoch nicht unsinnlich als sie zum ersten Mal ihren Dienst im Klinikum St. Trudhilde antrat. Sie hatte rehbraune Augen, lange rotbraune Haare und glatte dunkle Mädchenhaut.
Als sie ihre Stelle als Assistenzärztin in der Chriugie des Klinikums St. Trudhilde zugesagt bekam hing [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Assistenzärztin Gabriela Gelb wie sie damals noch hiess, war 26, gross, etwas burschikos, aber dennoch nicht unsinnlich als sie zum ersten Mal ihren Dienst im Klinikum St. Trudhilde antrat. Sie hatte rehbraune Augen, lange rotbraune Haare und glatte dunkle Mädchenhaut.</p>
<p>Als sie ihre Stelle als Assistenzärztin in der Chriugie des Klinikums St. Trudhilde zugesagt bekam hing der Himmel voller Geigen, die Zukunft wollte mehr von ihr, soviel war klar. *Nach Afrika und dort den Kinder helfen, und eine Weltreise machen, und dann ja dann mal in der Berliner Charité arbeiten, das werde ich machen!* Fachartikel über Gefässchirugie wollte sie schreiben, all das.</p>
<p>Heute, 25 Jahre später war sie wieder hier, im Klinikum St. Trudhilde, wohnte in der grösseren Kleinstadt und wusste nicht so recht wo die letzten 25 Jahre hin waren. Sie hatte keinen Mann und keine Kinder, wollte sie auch nie. Die Kinder nicht. Mit den Männern war das so eine Sache, als die Assistenten nach dem Dienst ausgingen, sich genug zu betranken um die interteamäre Vermehrung gewissenskonfliktlos zu praktizierten, klar da machte sie mit. Sie ging aus, trank, lernte, arbeitete, ging aus, trank, lernte und arbeitete. Jahr um Jahr. Und wie die anderen Frauen auch, schlief sie mit jemandem, nicht immer mit dem gleichen, sie achtete darauf dass die Kollegen am Abend in der Bar mitbekamen dass auch sie einen mit nach hause nahm. Zuhause tat sie wie gelernt, schliesslich sie konnte sie  ja keinen Rückzieher machen. Am meisten jedoch freute sie sich immer wieder darauf wenn die Herren wieder gingen.</p>
<p>Nach einigen Jahren fiel ihr zum ersten Mal auf wie sie ihre Dienste so legte dass sie mit Schwester Viola den so geliebten Kaffee vor Schichtbeginn trinken konnte. Hatte Schwester Viola Nacht so meldete sich auch Dr. Gabriela Gelb freiwillig. Bei den Kollegen war sie damit beliebt, beliebt aber keiner wusste so recht was sie mit der jungen Ärztin die lieber ihre Zeit mit der frigiden Schwester verbrachte anfangen sollte.</p>
<p>Schwester Viola sass im Schwesternzimmer  und trank ihren Tee. Der junge Mann der vor einigen Stunden mit dem Rettungswagen eingeliefert worden war, hatte schlimm ausgesehen, Dr. Gelb würde so schnell nicht aus dem OP zurückkommen, und doch sass sie wie festgeklebt auf dem Stuhl und wartete, gab vor noch Akten bearbeiten zu müssen, trank einen Tee nach dem nächsten, ihre Blase platzte schier, aber je länger sie wartete desto grösser die Wahrscheinlichkeit dass sie Dr. Gelb verpassen würde.</p>
<p>*Ich halte diese Scheisse nicht mehr aus!* Schwester Viola sah geschockt auf, *Diese heulenden Mütter, Väter die nix fühlen wollen, geschockte Augen, er war doch noch zu jung! Mannmannmann, klar war der jung, soll er halt nicht rasen wie ein Besessener! Schwester Viola, sind Sie im Dienst?* Dr. Gelb sah sie kalt an. Kalt sah sie sie erst seit einigen Wochen an, seit dem Abend.</p>
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		<title>Dr. G. Gelb (1)</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 09:50:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesperlen]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenladen]]></category>
		<category><![CDATA[physische Interaktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon wieder sah sie das blaue Licht des Krankenwagens in der Einfahrt der Notaufnahme blinken, und vermutete ein Tatütata dahinter.
*Wieder eine Wohnung frei.* grunzt Dr. Gabriela Gelb. Schwester Viola blickt sie entgeistert an, die 20 Jahre als leitende Ärtzin der Chirugie im Klinikum St. Trudhilde nahe einer grösseren Kleinstadt und die letzten 5 in der Notaufnahme hatten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder sah sie das blaue Licht des Krankenwagens in der Einfahrt der Notaufnahme blinken, und vermutete ein Tatütata dahinter.</p>
<p>*Wieder eine Wohnung frei.* grunzt Dr. Gabriela Gelb. Schwester Viola blickt sie entgeistert an, die 20 Jahre als leitende Ärtzin der Chirugie im Klinikum St. Trudhilde nahe einer grösseren Kleinstadt und die letzten 5 in der Notaufnahme hatten sie erstaunlich abstumpfen lassen.</p>
<p>*So, wollen wir mal sehen, was uns der Winter heute für Frakturen und innere Verletzungen reingeschneit hat.* Dr. Gelb richtet energisch ihren mintgrünen Kittel und stürzt schnellen Schrittes in Richtung Notfalleinfahrt in der der Krankenwagen bereits gestoppt hat. Schwester Viola hört Anweisungen; Intubieren, Zugang legen, x Milligramm hiervon, y Milligramm davon, Patient stabil.</p>
<p>Patient stabil, Schwester Viola atmet auf, sie wird hier nicht gebraucht, keine Angehörigen, kein Sterbender, keine Traumaopfer die Ihren Beistand brauchen könnten. Und Dr. Gelb scheint sie hier auch nicht nötig zu haben. Frau Dr- Gelb, scheint sie nie nötig zu haben. Aber die 5 Minuten in ihrer Nähe haben ihr gereicht. Sie standen so nah beeinander, dass Schwester Viola ihren Duft einatmen konnte. Eine Mischung aus seifenfreiem Duschgel, Jod, Desinfiktionsmittel und FCKW freiem Deodorant. Herrlich.</p>
<p>Wer hatte denn vor 35 Jahren ahnen können, dass alles so kommen würde? Schwester Viola, die damals noch Sylvia hiess jedenfalls nicht.</p>
<p>Schon als junges Mädchen wollte Sie ins Kloster, Gott dienen, Ruhe haben vor den Fingern des Nachbarn.</p>
<p>*Aber dann darfst du nie Kinder haben, niemals Jungs kennenlernen.* Mutter formulierte es als Wahrnung, für Viola klang es grossartig. Helfen, anderen helfen, im Garten gärtnern und beten. So sei es. Also klopfte sie eines Tages an die Tür des Klosters St. Trudhilde, nahe der grösseren Kleinstadt. Die Jahre waren hart, aber grossartig. Für Viola war klar dass für Sie nur ein Platz in der klinischen Seelsorge des angeschlossenen Privatklinikums in Frage kam, die Sterbenden auf ihrem letzten Weg begleiten, den Kranken Mut zusprechen, Zuversicht in die eigene Gesundheit und die heilende Kraft des Glaubens zu geben, das war ihre Welt.</p>
<p>5 Jahre war sie Seelsorgerin, sie wurde schnell anerkannt und bald kamen die älteren Schwestern und baten Sie um Rat, nie harderte Sie, nicht bis Frau Dr. Gabriela Gelb ihre Stelle als Assistenzärztin antrat.</p>
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		<title>Meine Mutter hatte Recht</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 16:05:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Liebesperlen]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Tagesschau, jeden Abend die Tagesschau. Immer diese schlimmen Bilder, denkt sie. Aber er will es so, jeden Abend. Es interessiert Sie nicht. Sie steht auf verlässt das Sofa, dass ihre Eltern ihnen zur Hochzeit vor gut 45 Jahren geschenkt haben. Bei Aufstehen fällt ihr Blick auf seine Glatze, dieses wiederlich glänzende Fleischmütze auf seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tagesschau, jeden Abend die Tagesschau. Immer diese schlimmen Bilder, denkt sie. Aber er will es so, jeden Abend. Es interessiert Sie nicht. Sie steht auf verlässt das Sofa, dass ihre Eltern ihnen zur Hochzeit vor gut 45 Jahren geschenkt haben. Bei Aufstehen fällt ihr Blick auf seine Glatze, dieses wiederlich glänzende Fleischmütze auf seinem Kopf, der  graubraune Haarkranz, die Nackenwülste. Sie atmet tief ein und verlässt die gute Stube um sich dem Abendessen zu widmen. Kartoffeln und Kohl, das mag er so gerne, sagt er und seine Mutter hat das auch immer gekocht, besser, sagt er. Hätte Sie doch auf ihre Mutter gehört und Wilhelm Ulrich geheiratet, der hatte so nette Eltern und schönes volles Haar. Doch er hatte ja unbedingt weitermachen müssen damals, dieser dumme Junge, obwohl sie ihm erklärt hat das er ihn vorher rausziehen soll. So hat ihr das Käthe Drubowski, ihre beste Freundin, erklärt. Die ist mit jedem in die Scheune, damals. Er war ihr erstes Mal, damals. Und sofort wurde Sie schwanger. Mit Karl- Heinz.</p>
<p>Sie muss an die Ex- Frau Ihres Sohnes denken, die konnte auch nicht kochen. So richtig vom Fleisch gefallen ist er, der Karl- Heinz. Gott sei Dank, hat sie ihn verlassen, dieses grossbusige Miststück, bestimmt wegen eines Anderen, und ob das Kind von ihm ist, das soll die auch erstmal beweisen.</p>
<p>*Ich geh noch schnell aufn Pils ins Eck* ruft er aus dem Flur. Sie ist entsetzt, das Essen ist doch bald fertig, nie redet er mit ihr, geht immer ins Eck und kommt stinkend und betrunken wieder nach hause. Sie schreit ihn an, wieder, in der Hoffnung er bliebe. Die Tür fällt ins Schloss. Sie legt den Kochlöffel in die Spüle, schaltet den Herd ab, verlässt die Küche und geht ins Badezimmer an den Medikamentenschrank. Da sind die Schlaftabletten die sie während ihrer Zeit als Schwester im Altersheim mitgenommen hat.</p>
<p>Er biegt um die Ecke in die graue Strasse in der sie wohnen, torkelt ein wenig, kneift die Augen zusammen. Warum steht denn da vor dem Haus ein Krankenwagen, die Nachbarn haben sich wohl wiedermal auf die Kappe gegeben denkt er. Er dreht um und beschliesst nochmal ins Eck zu gehen. Hat ja doch keinen Sinn zuhause, sie ist ja eh wieder nur sauer auf ihn.</p>
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		<title>Eigentlich wollte ich einfach nur mal vögeln</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 17:13:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>
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		<description><![CDATA[Da sitzen Sie nun, die Backen hängen, die Haaren drahtig grau auf ihrem Kopf, inexistent auf seinem Kopf. Im Fernsehen läuft die Tagesschau, wie jeden Abend. Sie steht auf. Auf der olivfarbenen Samtcouch bleibt eine Delle. Genau wie überall an ihr, überall Dellen, denkt er. Das ging früher auch behender, das Aufstehen. Denkt er. Er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sitzen Sie nun, die Backen hängen, die Haaren drahtig grau auf ihrem Kopf, inexistent auf seinem Kopf. Im Fernsehen läuft die Tagesschau, wie jeden Abend. Sie steht auf. Auf der olivfarbenen Samtcouch bleibt eine Delle. <em>Genau wie überall an ihr, überall Dellen</em>, denkt er. <em>Das ging früher auch behender, das Aufstehen. </em>Denkt er. Er kann Ihren Geruch nicht mehr ertragen,sie riecht immer ein bisschen nach Kartoffeln mit Kohl. Hätte er doch bloss Käthe Drubrowski geheiratet damals. Die wäre heute noch schön, fest, rieche nach Blumen, nach frisch gemähten Gras und mache nicht so rasselnde Schnarchgeräusche im Schlaf. Als ziehe man einen dickflüssigen grünen Schleim aus einem leeren Becher durch einen kleinen Strochhalm. Gott, wie er dieses Sofa hasst, die Wohnwand, Wuppertaler Barock und den Teppich, der seine besten Jahre schonlange  hinter sich hat. Und da, die Bilder von den Kindern, den Enkeln, ihrer Hochzeit, der Hochzeit der Kinder, warum macht eigentlich keiner Bilder von Scheidungen? Weil keine Bilder mehr Platz haben über dem Fernseher. Gott sei Dank hat seine Schwiegertochter, Karl-Heinz verlassen, dieser Taugenichts von Sohn. Luisa, die hatte vielleicht Riesenöcken. Heimlich hat er immer hingesehen. Plötzlich, eines Nachts da regte sich wieder was, als er an Luisas tolle Brüste dachte, und dann fing sie an zu schnarchen wie ein verschnupftes Rhinozeros.</p>
<p>Er steht auf, verlässt das Wohnzimmer, zieht sich seine ausgelatschten braunen Schuhe an, die sie ihm vor zwei Jahren von Woolworth mitgebracht hat.</p>
<p>*Ich geh noch schnell auf`n Pils ins Eck* ruft er ihr zu. Sie ranzt ihn an aus der Küche, dass sie jetzt doch Essen gemacht hat, das er bitteschön gefälligst da bleiben soll, dass er immer weg ist, dass das ja wohl jetzt die Höhe sei, und dass ihre Mutter Recht hatte.</p>
<p>Er schliesst die Haustür, schliesst die Jacke über seinen Bierbauch. Draussen ist es grau, dunkel und kalt. Eigentlich, denkt er, wollte ich einfach nur mal vögeln, damals. Sie sei leicht zu haben, hatten seine Freunde gesagt, damals. Dass sie sich grad schwängern lassen würde, hatten sie vergessen zu sagen.</p>
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		<title>Herr Wagner, oder: was wäre wenn..</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 07:55:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[*Vous mussen Sie küssen, comme ca, Monsieur Waschner, toute simplement.* Madame Anique legt Herrn Wagner, der ein Gesicht macht wie sieben Tage Regenwetter, die Hand auf das Knie.
*Aber was dann, Madame Anique, was wenn sie mich dann mehr küssen möchte, aber ich sie nicht?  Und was wenn ich Sie mehr küssen möchte aber Sie mich nicht.
und aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>*Vous mussen Sie küssen, comme ca, Monsieur Waschner, toute simplement.* Madame Anique legt Herrn Wagner, der ein Gesicht macht wie sieben Tage Regenwetter, die Hand auf das Knie.</p>
<p>*Aber was dann, Madame Anique, was wenn sie mich dann mehr küssen möchte, aber ich sie nicht?  Und was wenn ich Sie mehr küssen möchte aber Sie mich nicht.</p>
<p>und aber was wenn Sie nach Spaghetti riecht? Ich kann Spaghetti nicht ausstehen, und was wenn&#8230; ja was wenn dann nichts mehr ist wie bisher?</p>
<p>Was dann Madame Anique?`*</p>
<p>Madame Anique wirft die Hände in die Luft, verdreht die schwarz umrandeten Augen und kräuselt die purpurroten Lippen.</p>
<p>*Ah, mon dieu! so isch kann Sie nischt elfen Monsieur Waschner! Allez, inter die Volant rouge, hopphopp, deuxieme Regal a droit! Vielleischt sie finden da quelque etwas das macht Sie lockerer!</p>
<p>Herr Wagner senkt den Kopf und wirft sich in seine Melancholiepose und trottet in Richtung Vorhang, um wenige Minuten später einen entzücktes *Oulala* in Richtung Madame Aniques Chaiselongue zu rufen.</p>
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		<title>Neulich im Café</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 16:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>

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		<description><![CDATA[Euphorie, Mut und Unsicherheit sitzen im Café.
Euphorie: &#8220;Champagner für alle! Vom Teuersten! Darauf müssen wir anstossen! &#8220;
Mut: &#8220;Bestell grad zwei! Das haben wir uns verdient, wird grossartig!&#8221;
Unsicherheit: &#8220;Na wenn das mal ein gutes Ende nimmt.&#8221;
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Euphorie, Mut und Unsicherheit sitzen im Café.</p>
<p><strong>Euphorie:</strong> <em>&#8220;Champagner für alle! Vom Teuersten! Darauf müssen wir anstossen! &#8220;</em></p>
<p><strong>Mut:</strong> &#8220;Bestell grad zwei! Das haben wir uns verdient, wird grossartig!&#8221;</p>
<p><strong>Unsicherheit: </strong><em>&#8220;Na wenn das mal ein gutes Ende nimmt.&#8221;</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Neulich im Restaurant</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 19:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>

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		<description><![CDATA[Da sitzen sie an verschiedenen Tischen, fremd und fern. Die verrauchte Dunkelheit des Raums öffnet längst verschlossene Schubladen. Die ersten Gläser Wein beflügeln trockene Kehlen und verstaubte Fantasien. Ihren Gedanken wachsen Flügel, Blut verkörperlicht unbemerkt wachsende Wollust. Lippen schwellen, Hände schwitzen, Haut spannt. Ihre Gedanken schweifen ab.
Die Berührung nur einer Hand macht sie wehrlos. Sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sitzen sie an verschiedenen Tischen, fremd und fern. Die verrauchte Dunkelheit des Raums öffnet längst verschlossene Schubladen. Die ersten Gläser Wein beflügeln trockene Kehlen und verstaubte Fantasien. Ihren Gedanken wachsen Flügel, Blut verkörperlicht unbemerkt wachsende Wollust. Lippen schwellen, Hände schwitzen, Haut spannt. Ihre Gedanken schweifen ab.</p>
<p>Die Berührung nur einer Hand macht sie wehrlos. Sein fester Griff erlaubt keinen Widerspruch, sie will nicht wiedersprechen. Seine Lippen kommen näher, die ihren zittern, pures Verlangen nach seinem Kuss. Doch er küsst sie nicht, sein Atem wandert ihren Hals entlang. Hart greift er in Ihr Haar, reisst Ihren Kopf nach hinten, zwickt, beisst schmeckt ihre Haut. Es scheint als könne sie ihn verbrennen. Er verwirft den Gedanken, drängt sie rückwärts, sie folgt, spürt wie sich sein Arm um ihre Taille legt und sie mit einem kräftigen Ruck auf den Tisch verfrachtet. Nie hat sie das getan, sich so gehen lassen, was wenn jemand kommt, ins Hinterzimmer des Restaurants. Sie kann nicht anders, sie folgt. Sein Griff hält Ihre Arme fest hinter ihrem Rücken, zärtliche Wehrlosigkeit. Er geht in die Knie, schiebt Ihren Rock hoch, woher wusste er? Sie vergisst alles, die Anonymität, die fremde Umgebung, ihre Gedanken tosen.</p>
<p><span id="more-395"></span></p>
<p>Energisch öffnet er Ihre Beine, seine Lippen, Zähne und Zunge schmecken, saugen und reizen.  Es fällt ihm schwer sich zu kontrollieren, kontrolliert er sich überhaupt? Sie zuckt und stöhnt vor Lust, Schmerz und Verlangen. Er steht auf  Sekunden bevor sie sich entläden kann, weiss dass sie das geniesserisch quält. Wenn Sie um ihre Macht wüsste.</p>
<p>Sie sieht ihn an, diesmal wird sie nicht wegsehen. Er löst eine Hand aus Ihrem Rücken, nimmt sie fest im Nacken und endlich küsst er sie. Seine weichen Lippen saugen an ihrer Zunge, Zähne knabbern an Lippen, aus zart und forschend machen sie wild und gierig. Er sieht sie an, ihre Augen fordern ihn, ihr Blick droht ihn zu durchschauen. Sie weiss nicht wie ihr geschieht als er sie vom Holz reisst, herumwirbelt und sie bücklings über den Tisch wirft. Begehren und vollkommene Hingabe durchdringen sie,  er bestimmt ihre Bewegungen, laut und hart klingt sein Schlag auf der zarten Haut ihres Arsches, seine Finger krallen sich in das weiche Fleisch. Sie schreien auf, entladen sich nach wenigen Momenten.</p>
<p>&#8220;Olivia, Olivia, Erde an Olivia, heb dein Glas, wir wollen anstossen!&#8221; sie ist irritiert, doch gewinnt schnell wieder die Fassung und prostet Ihren Freundinnen zu. Der Mann am Tisch gegenüber fixiert sie, hebt sein Glas, lächelt nimmt einen Schluck, steht auf und geht in Richtung Hinterzimmer.</p>
<p>&#8220;Ich bin gleich wieder da&#8221; sagt sie und verlässt den Raum.</p>
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		<title>Püppi, oder: Minus dreissig Paar Schuhe</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 18:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herr Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Madame Anique]]></category>
		<category><![CDATA[Olpe]]></category>
		<category><![CDATA[Pilsener]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenladen]]></category>
		<category><![CDATA[Püppi]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Plattenladen herrscht die übliche Geschäftigkeit, Herr Wagner siniert und glaubt sich mit der heiligen Johanna der Schlachthöfe im kaukasischen Kreidekreis zu drehen. Madame Anique, hat ihre Chaiselongue verlassen und sucht hinter dem dem Samtvorhang bereits wieder nach untermalenden Klängen. Olpe und die DiVa haben ihr Victor Vaudeville empfohlen, denn wenn es Klänge gibt die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Plattenladen herrscht die übliche Geschäftigkeit, Herr Wagner siniert und glaubt sich mit der heiligen Johanna der Schlachthöfe im kaukasischen Kreidekreis zu drehen. Madame Anique, hat ihre Chaiselongue verlassen und sucht hinter dem dem Samtvorhang bereits wieder nach untermalenden Klängen. Olpe und die DiVa haben ihr<a href="http://www.myspace.com/leoneandonly" target="_blank"> Victor Vaudeville</a> empfohlen, denn wenn es Klänge gibt die an zweisamen druckbetankten Abenden das Blut in Wallung bringen dann die des Herrn Vaudeville und der 3 roberts.</p>
<p>In die ruhige Betriebsamkeit stürzt Püppi.</p>
<p>*Schätzeken, wie siehsn du aus?! Wie`n Schluck Wasser ine Kurve!* Pilsener ist irritiert, und tatsächlich. Püppis Haare werden nur von einem pinken Haarreif mit riesen Rose gehalten, das Gesichtchen glüht, der Mascara ist verschmiert.</p>
<p>*Ich habe mich getrennt! Von allem, von ganz vielem! Das war mein Trennungswochenende!* Püppi grinst von einem Ohr zum anderen.</p>
<p>*Mon dieu, Cherie, comment ca va? Du bist nischt traurig? Isch wusste garnischt, das du ast eine Copin!*</p>
<p>*Neinnein, Ihr versteht das ganz falsch! Ich habe mich getrennt, von Unzuverlässigkeiten, Rückwärtsgehern, Unsicherheiten und von 9 Kleidersäcken und 30 Paar Schuhen! DREISSIG Paar! Das fühlt sich so toll an! Ich bin frei von allen Dingen die nur schön sind, sich aber nicht gut anfühlen, die zwicken, drücken und kratzen!*</p>
<p>*Mais, mon coeur, at denn dir das alles garnischt, ein bisschen gemacht weh?* Madame Anique wühlt sich besorgt durch den mangentafarbenen Volant.</p>
<p>*Doch etwas hat mir wirklich sehr, ja wahnsinnig wehgetan! Ich habe mir drei Finger im Altkleiderkontainer geklemmt, das tat scheisse weh!*</p>
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		<title>Die DiVa: Stellen Sich sisch nischt so an, cherie!</title>
		<link>http://diediva.com/2009/06/die-diva-stellen-sich-sisch-nischt-so-an-cherie/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 09:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesperlen]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenladen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Tagen schon ist es dunkel im Plattenladen. Die DiVa hat den purpurnen Vorhängen verboten sich zu öffnen und die Prilblumen an ihrer Empfangstheke lassen die Köpfe hängen. Genau wie die Dame, doch irgendwie lässt Sie das Gefühl nicht los, dass diese Haltung nicht zu ihr passt. Sie blinzelt durch den kleinen Schlitz unter der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Tagen schon ist es dunkel im Plattenladen. Die DiVa hat den purpurnen Vorhängen verboten sich zu öffnen und die Prilblumen an ihrer Empfangstheke lassen die Köpfe hängen. Genau wie die Dame, doch irgendwie lässt Sie das Gefühl nicht los, dass diese Haltung nicht zu ihr passt. Sie blinzelt durch den kleinen Schlitz unter der Eingangstür durch und sieht die Spitze von Madame Aniques High Heel nervös auf und ab wippen. *Isch kann Sie sehen, Cherie, ouvrez la verdammte porte!*</p>
<p>Die DiVa tut wie Ihr geheissen. Madame Anique betritt energisch den Plattenladen, hinter Ihr trippelnd Püppi und Lotte.</p>
<p>*Lott, ma petite, du offnest die Jalousie an die Fenster et gibst Wasser zu die Blumen! Mon dieu, quelle Chaos!*</p>
<p>*Püppi, du siehst die Aare von die Madame DiVa! Wir müssen machen etwas, du machst ein Manikür ein Pedikür et ein schöne Frisur!*</p>
<p>*Et vous, Madame DiVa, vous reissen sisch jetzt ensemble! Mon dieu, das ist doch garnischt Ihr Art!*</p>
<p>*Ja, werte Madame Anique, ich weiss* antwortet die DiVa während Püppi um Sie herumspringt und zuppelt.*Ich weiss, es ist Zeit, wir müssen wieder neu anfangen, so geht das nicht weiter!* Sie blinzelt in die Sonne. Wie schön das ist.</p>
<p>*Was isn überhaupt passiert?* grölt Lotte unter dem Popmusikregal hervor<span id="more-341"></span></p>
<p>*Ach Kinder, was soll ich euch sagen, es war wie so oft der völlig nichtige Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte, und plötzlich sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und, und, und&#8230;*</p>
<p>*Stellen Sie sisch nischt so an, cherie, wir sind all la pour vous. Monsieur Pilsener und Wagner kaufen gerade die Essen und boissons für die nächste Party et Olpe&#8230;Mon dieu, Lott Olpe nous avons oublié Olpe!*</p>
<p>Die DiVa muss lachen, sich schütteln, Tränen laufen Ihr die Wangen runter! Da hat Sie Wochen damit verbracht darüber nachzudenken wie Sie sich besser, schöner und neuer machen kann. Und dann kommen diese Ihre Stammkunden und zeigen Ihr: Sie ist gut so, genauso wie Sie ist, aber nur mit ihnen zusammen.</p>
<p>Sie richtet sich die Haare, zieht den Lippenstift nach und beginnt die Prilblumen an der Empfangstheke zu giessen. Es ist schön wieder die Alte zu sein.</p>
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		<title>Die DiVa braucht eine Pause</title>
		<link>http://diediva.com/2009/05/die-diva-braucht-eine-pause/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 20:10:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Liebesperlen]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenladen]]></category>
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		<description><![CDATA[Werte Leserschaft,
der Plattenladen steckt Mitten in der Wirtschaftskrise. Die Geschäfte laufen nicht mehr so wie sie sollten.
Nein, um ehrlich zu sein, steckt vor allem die Delinquentin in einer tiefen Sinnkrise. Es gibt Momente da kennt nichtmal die DiVa die Antwort auf die für Sie alles entscheidenen Fragen. Nun ist dieser Moment gekommen. Sie muss sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Werte Leserschaft,</p>
<p>der Plattenladen steckt Mitten in der Wirtschaftskrise. Die Geschäfte laufen nicht mehr so wie sie sollten.</p>
<p>Nein, um ehrlich zu sein, steckt vor allem die Delinquentin in einer tiefen Sinnkrise. Es gibt Momente da kennt nichtmal die DiVa die Antwort auf die für Sie alles entscheidenen Fragen. Nun ist dieser Moment gekommen. Sie muss sich hinterfragen, verändern, nicht zurückschauen. Doch auch das nach vorne sehen ist im Moment kaum möglich. Daher verabschiede ich mich für einen Moment. Wie lange dieser Moment dauert? Fragen Sie mich nicht, manchmal passieren Dinge schneller als man sie begreifen kann. Lebenssituationen ändern sich, Menschen ändern sich, scheitern an ihren eigenen Ansprüchen und Wünschen.</p>
<p>Ich werde Sie vermissen und bin hoffentlich wieder bald unter Ihnen. Bleiben Sie mir gewogen, vergessen Sie mich nicht. Ich komme wieder, schöner und besser als zuvor.</p>
<p>Herzlichst und von Herzen</p>
<p>Ihre DiVa</p>
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		<title>Mit Worten malen</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 13:49:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
				<category><![CDATA[DiVa auf Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Lieblingsmenschen]]></category>

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		<description><![CDATA[*les gazelles, tres jolie* zirpen sie aus ihren kleinen Lebenswerken. Von morgens bis abends, abends bis nachts sind die Strassen &#252;berf&#252;llt mit Menschen, Tieren und Fahrzeugen, symbiotisch nahezu. Meine Stimmung wechselt alle 30 Sekunden. Faszination, Abscheu, Freude, Angst, W&#228;rme.
*Venez voir, Mesdames, c`est gratuit, best price* Ich weiss nicht wohin ich meinen Blick wenden soll. Schaue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>*les gazelles, tres jolie* zirpen sie aus ihren kleinen Lebenswerken. Von morgens bis abends, abends bis nachts sind die Strassen &#252;berf&#252;llt mit Menschen, Tieren und Fahrzeugen, symbiotisch nahezu. Meine Stimmung wechselt alle 30 Sekunden. Faszination, Abscheu, Freude, Angst, W&#228;rme.<br />
*Venez voir, Mesdames, c`est gratuit, best price* Ich weiss nicht wohin ich meinen Blick wenden soll. Schaue ich auf den Boden, bin ich unsichtbarer, sehe aber ihre Gesichter nicht, verpasse Eindr&#252;cke, Farben und Formen. Schaue ich umher bin ich potentielle K&#228;uferin und muss sie immer wieder abweisen.</p>
<p>Kaufen k&#246;nnte man alles, sogar die Burka der Putzfrau, die Ihrer Meinung nach 4000 Dirham wert ist. Ich lehne ab, gebe Ihr stattdessen eine Zigarette die sie dankend annimmt, um dann wieder in Ihrem K&#228;mmerchen zu verschwinden und laut mit Ihrer Mitstreiterin zu lamentieren. <br />
Die Worte klingen aufgeregt und aggressiv, aber das klingt es immer und &#252;berall, dabei unterhalten sie sich wahrscheinlich nur &#252;ber die Kinder oder das Wetter. </p>
<p>Die Ger&#252;che treiben mir die Tr&#228;nen in die Augen, Gebratenes, Gew&#252;rze, Tiere, Ausd&#252;nstungen und F&#228;kalien, bei jedem Schritt bin ich olfaktorisch in einer neuen Situation.</p>
<p>Einmal passe ich nicht auf und eine Frau eingeh&#252;llt in tausend T&#252;cher streifft mich mit Ihrem Roller. Die Gassen sind kaum 4 Menschen breit und doch finden Fahrr&#228;der, Roller, Mopets, Eselkarren und allerlei Gesch&#228;ftige ihren Weg aneinander vorbei. Bettler, Alte und Behinderte sitzen an den Eing&#228;ngen zu den f&#252;r mich unzug&#228;nglichen Teilen der Stadt. Sie k&#246;nnen nicht weiter, bleiben in der N&#228;he ihrer Lehmbehausungen. <br />
Der behinderte dreckbedeckte Junge im Rollstuhl sitzt jeden Tag am Tor, immerwieder h&#228;lt jemand um mit ihm zu schwatzen. Ich frage mich ob er zu jemandem geh&#246;rt oder auf sich allein gestellt ist. </p>
<p>Am Platz der Gek&#246;pften werden heute nur gek&#246;pfte K&#228;lber angeboten. Ein ganzer Kopf kostet 70 Dirham, das Gehirn hingegen nur 20.</p>
<p>Keine 2 Kilometer weiter reiht sich Hilton an Mariott, Zara an Mango, nur die Eselkarren erinnern mich daran, dass ich in derselben Stadt bin, der Busfahrer ruft, es ist Zeit auszusteigen. In der Oase des Jardin Majorelle finde ich Ruhe. Ein Kleinod in mitten des Chaos. </p>
<p>Der charmante junge Maler schenkt mir ein Bild der Stadtmauer, mit roter Kohle und in Trance gezeichnet. Er ist privilegiert, erz&#228;hlt er mir, er hat studiert in Frankreich, er h&#228;tte bleiben, viel Geld verdienen und seiner Familie helfen k&#246;nnen. Doch er wollte zur&#252;ck *Hier geh&#246;re ich hin* sagt er, *in Frankreich ist es schliesslich auch nicht einfach.* sagt er und schreibt mir seine E-Mail Adresse auf die R&#252;ckseite des Kunstwerkes.</p>
<p>Der Tee, ist s&#252;ss und gastfreundlich. die Menschen sind derb und ebenso. Der Atlas ruht majest&#228;tisch und herrscht &#252;ber die Stadt, der Muezzin holt uns aus dem Schlaf und lullt uns wieder ein.</p>
<p>Nach ein paar Tagen die mir wie Wochen vorkommen, bringt uns der Flieger wieder zur&#252;ck. Die Stille zuhause ist wohltuend und erdr&#252;ckt mich.</p>
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		<title>Verwortbildlicht</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 13:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die DiVa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie richtet sich auf, macht sich so gross sie eben kann, streckt dass Kinn vor und funkelt ihn aus grünen Augen herrausfordernd an.
&#8220;Siehst du, Ich kann auf meinen eigenen Beinen stehen!&#8221; sie sagt es fast trotzig, kindlich und dennoch bestimmt.
Er lächelt nur, wie er immer lächelt, überheblich, arrogant, besserwissend. Seine kalten blauen Augen schauen auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie richtet sich auf, macht sich so gross sie eben kann, streckt dass Kinn vor und funkelt ihn aus grünen Augen herrausfordernd an.</p>
<p>&#8220;Siehst du, Ich kann auf meinen eigenen Beinen stehen!&#8221; sie sagt es fast trotzig, kindlich und dennoch bestimmt.</p>
<p>Er lächelt nur, wie er immer lächelt, überheblich, arrogant, besserwissend. Seine kalten blauen Augen schauen auf sie herab.</p>
<p>Ohne ein Wort geht er in die Knie und zieht kräftig an dem was mal der Boden unter ihren Füssen war.</p>
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