Die DiVa

Archive for the ‘Kopfkino’ category

Rüdiger

Mai 26th, 2010

Der Asphalt surrt, die Stadt glüht. Mädchen fahren mit zu kurzen Röcken auf zu alten Fahrrädern, Autofahrer können sich nicht entscheiden, hinter den Mädchen fahren und sich der Illusion hingeben, dass man nur den Arm ausstrecken muss um ihnen an den Hintern zu fassen oder den Mädchen entgegenkommen  um einen Blick unter die zu kurzen [...]

*DiVa, DiVa, DiVa… aber jetzt hör doch mal! Bitte! DIVA!! Menno!* Die DiVa sitzt hinter ihrem Prilblumen Counter mit riesen Kopfhörern und hört das neuste The Doors Album. Lotte sieht sie zwar vor der Theke auf und ab hüpfen, doch heute ist DiVa- Tag, sie mag garnicht zuhören.
Madame Anique beobachtet die Szenerie amüsiert, nimmt [...]

Mein Name ist Helen, ich bin 22 Jahre alt, Tochter einer Mutter die um mich weint, eines Vaters der mich vergessen hat und ich bin ein Junki. Wie ich hier her gekommen bin und wie ich hier wieder rauskomme weiss ich nicht, ist auch egal, Hauptsache dieser Schmerz geht endlich weg. Der in meinem Kopf, [...]

Dr. G. Gelb (2)

November 30th, 2009

Assistenzärztin Gabriela Gelb wie sie damals noch hiess, war 26, gross, etwas burschikos, aber dennoch nicht unsinnlich als sie zum ersten Mal ihren Dienst im Klinikum St. Trudhilde antrat. Sie hatte rehbraune Augen, lange rotbraune Haare und glatte dunkle Mädchenhaut.
Als sie ihre Stelle als Assistenzärztin in der Chriugie des Klinikums St. Trudhilde zugesagt bekam hing [...]

Dr. G. Gelb (1)

November 17th, 2009

Schon wieder sah sie das blaue Licht des Krankenwagens in der Einfahrt der Notaufnahme blinken, und vermutete ein Tatütata dahinter.
*Wieder eine Wohnung frei.* grunzt Dr. Gabriela Gelb. Schwester Viola blickt sie entgeistert an, die 20 Jahre als leitende Ärtzin der Chirugie im Klinikum St. Trudhilde nahe einer grösseren Kleinstadt und die letzten 5 in der Notaufnahme hatten [...]

Meine Mutter hatte Recht

September 14th, 2009

Die Tagesschau, jeden Abend die Tagesschau. Immer diese schlimmen Bilder, denkt sie. Aber er will es so, jeden Abend. Es interessiert Sie nicht. Sie steht auf verlässt das Sofa, dass ihre Eltern ihnen zur Hochzeit vor gut 45 Jahren geschenkt haben. Bei Aufstehen fällt ihr Blick auf seine Glatze, dieses wiederlich glänzende Fleischmütze auf seinem [...]

Da sitzen Sie nun, die Backen hängen, die Haaren drahtig grau auf ihrem Kopf, inexistent auf seinem Kopf. Im Fernsehen läuft die Tagesschau, wie jeden Abend. Sie steht auf. Auf der olivfarbenen Samtcouch bleibt eine Delle. Genau wie überall an ihr, überall Dellen, denkt er. Das ging früher auch behender, das Aufstehen. Denkt er. Er [...]

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